Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Stadtpolitische Initiativen: Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben

Ungeachtet von mehr als 16.000 Unterschriften, breiter Unterstützung aus der Wissenschaft, vom internationalen Netzwerk “INURA” , von ehemaligen DDR-BürgerrechtlerInnen und von Studierenden der Humboldt-Universität hat der Regierende Berliner Bürgermeister, Michael Müller, die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen aufgefordert, Andrej Holm zu entlassen. Damit soll in Berlin weiterhin eine soziale Mieten- und Stadtentwicklungspolitik verhindert werden. Gegen die Entscheidung Müllers wenden sich mehrere Berliner stadtpolitische Initiativen mit der Erklärung “Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben“. Kritische Geographie Berlin unterstützt die Erklärung und dokumentiert diese untenstehend.

Gutes Regieren oder Basta-Politik? Holm muss Staatssekretär bleiben

Am Sonnabend, dem Weiterlesen (externer Link) →

Einsteigerseminar zu David Harvey am 21. Januar 2017

Gemeinsam mit der Hellen Panke/ Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin organisiert Kritische Geographie Berlin ein eintägiges Einsteigerseminar zu David Harvey, das in zentrale Begriffe und Konzepte einführt und deren politische Relevanz diskutiert. Teamer des Seminars ist Felix Wiegand vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Das Seminar findet am Samstag, dem 21. Januar 2017 von 11 bis 18.30 Uhr bei der Hellen Panke in der Kopenhagener Straße 9 statt. Weitere Informationen und das Programm des Seminars gibt es bei der Hellen Panke. Für die Teilnahme am Seminar ist eine vorherige Online-Anmeldung notwendig.

Weiterlesen (externer Link) →

Treffen AK Kritische Geographie Frankfurt/M.

Der AK Kritische Geographie Frankfurt/M. trifft sich am 10.01.2017 ab 16 Uhr. Ort ist die Geo-/Fachschaftsecke im Institut für Humangeographie, 2. Stock im PEG-Gebäude auf dem IG Farben-Campus.
Wir wollen in einem offenen Treffen Interessierte bündeln, uns über vergangene Projekte austauschen und vor allem das anstehende Jahr 2017 organisieren. Alle sind herzlich eingeladen!

Offener Brief zu den Vorwürfen gegen Andrej Holm an den Senat von Berlin

In einem Offenen Brief solidarisieren sich über 350 WissenschaftlerInnen mit Andrej Holm. Kritische Geographie Berlin unterstützt den Brief und dokumentiert hier dessen Wortlaut:

Wir, Wissenschaftler_innen und Akademiker_innen der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Stadtforschung, begrüßen die Ernennung von Dr. Andrej Holm als Staatssekretär für Wohnen. Dass eine Diskreditierungskampagne gegen ihn, der in seiner wissenschaftlichen Arbeit die sozialen Folgen von Immobilienspekulation identifiziert und kritisiert hat, gestartet wurde, verwundert nicht. Diese Diskreditierungsversuche gegen seine Person müssen als der Versuch verstanden werden, eine Änderung der Stadt- und Wohnungspolitik zu unterbinden, noch bevor sie ausformuliert und angebahnt werden könnte.

Der international anerkannte Wissenschaftler Dr. Andrej Weiterlesen (externer Link) →

Weitere Unterstützung für Andrej Holm

Verschiedene Initiativen wenden sich öffentlich gegen die aktuell laufende Hetzkampagne gegen Andrej Holm. So veröffentlichte die Zeitschrift “telegraph”, die aus der DDR-Opposition hervorgegangen ist, die Erklärung “Offene Diskussion statt Schmutzkampagne“, das International Network for Urban Research and Action (INURA) wendet sich mit einem Offenen Brief an den Berliner Senat und der RefRat der Humboldt-Universität spricht sich ebenfalls in einer Erklärung für Andrej aus. Darüber hinaus gibt es unter der Webseite “http://holmbleibt.de/” die Möglichkeit, eine Petition zu unterzeichnen, die eine Ende der Kampagne gegen Andrej fordert.

Weiterlesen (externer Link) →

Kritische Geographie Berlin: Solidarität mit Andrej Holm!

Aktuell läuft eine Medienkampagne gegen die Ernennung des kritischen Stadtforschers Andrej Holm zum Staatssekretär im neuen Berliner Senat. Wir sehen in der Kampagne gegen Andrej den Versuch, eine andere Stadtpolitik in Berlin zu verhindern. Daher schließt sich Kritische Geographie Berlin dem Offenen Brief verschiedener Berliner stadtpolitischer Initiativen an.

Hier der Offene Brief im Wortlaut:

Offener Brief an den Berliner Senat aus SPD, Grünen und Linken und die Koalitionsfraktionen.

Wir fordern den neuen Senat eindringlich auf, an Andrej Holm festzuhalten. Andrej Holm steht nicht nur wegen seiner Stasivergangenheit in der Kritik, er wird vor allem so stark angegriffen weil er für mieten- Weiterlesen (externer Link) →

Arbeitskampf an der TU Berlin: Aktivierende Befragung zur Unterstützung

Bereits seit einiger Zeit wehren sich DoktorandInnen gegen die Arbeitsbedingungen in der BMBF-Nachwuchsgruppe “Rural Futures” an der Technischen Universität Berlin. Zur Unterstützung der betroffenen DoktorandInnen gibt es jetzt eine aktivierende Befragung, die sich an Promovierende aller Fachrichtungen und Hochschulen richtet. An der Befragung kann sich online beteiligt werden.
Darüber hinaus gibt es in der Wochenzeitung “Jungle World” ein Interview mit einer Doktorandin aus der Nachwuchsgruppe, die gegen die TU Berlin geklagt hat und deren Fall nun vor dem Berliner Arbeitsgericht verhandelt wird. Auf “Labournet TV” gibt es ebenfalls ein Video, das die Hintergründe des Arbeitskampfes bei “Rural Futures” Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 26.11.2016: Mediaspree – Stadtspaziergang entlang von Investorenträumen, Profitversprechen, Konfliktzonen

Im Zentrum Berlins schließen sich die Baulücken. Zwischengenutzte Freiflächen weichen repräsentativen Büro- und Wohnkomplexen. Akteure proklamieren einen in der Entwicklung sichtbar werdenden Aufschwung. Gleichzeitig regt sich Protest von Anwohner_innen gegen die voranschreitende Veränderung.

Anhand des innerstädtischen, ivestorengesteuerten, urbanen Entwicklungsprojektes „Mediaspree“ sollen Ursachen und Wirkungen aufgezeigt werden. Bei dem Stadtspaziergang durch Teile des 3,7km langen Spreeabschnitts zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sollen Änderungen der gebauten Umwelt erfahrbar gemacht werden. Ziel der Führung soll es sein, politische und ökonomische Hintergründe aufzuzeigen, über Interessenkonflikte zu reden und in einen gemeinsamen Austausch über das Erlebte und Erfahrene zu treten.

Schlagworte: Innerstädtische Entwicklung, Machtstrukturen und Konfliktlinien, Bürger_innenprotest, Zwischennutzung, Weiterlesen (externer Link) →

PRECALL Forschungswerkstatt 2017

PRECALL Forschungswerkstatt Kritische Geographie Bremen 2017

*English version below

Wie bereits auf der Forschungswerkstatt 2016 in Leipzig inoffiziell angekündigt, wird die nächste Forschungswerkstatt Kritische Geographie im Juni 2017 in Bremen stattfinden.
Um Euren unterschiedlichen Erwartungen gerecht zu werden, möchten wir Euch von Anfang an die Möglichkeit geben, Euch an der inhaltlichen Gestaltung der Forschungswerkstatt zu beteiligen.
Bevor wir also im Januar 2016 den offiziellen Call for Participation in die Welt senden, bitten wir Euch mit diesem „Pre-call“ bereits jetzt um Themenschwerpunkte, die Euch für die nächste Forschungswerkstatt wichtig sind.

Bitte sendet uns Eure Ideen und Vorschläge bis zum 01.12.2016 an FoWe17@kritischegeographiebremen.de

Vielen Dank und viele Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 22.10: Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen

Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide steht seit den Anfängen der Industrialisierung Berlins („Elektropolis“) bis zum Ende der DDR synonym für Fabriken und Industrieproduktion der Elektrotechnik und metallverarbeitende Industrie. Heute ist Oberschöneweide durch die Folgen der seit 1990 einsetzenden Deindustrialisierung und einer sozialräumlichen Peripherisierung des Stadtteils gekennzeichnet. Große Teile der ehemaligen Industrieareale liegen noch brach bzw. sind von Leerstand gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Wohnungen im Rahmen von Sanierungsförderung modernisiert oder durch Neubauten ergänzt. Die hier entstandenen renovierten Altbauwohnungen können teuer vermietet werden bzw. wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese städtebauliche Entwicklung der einerseits innenstadtnahen attraktiven Wohnlage und der punktuellen baulichen Aufwertung des Viertels, sowie Weiterlesen (externer Link) →