Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Reminder CfP KKG Tübingen

Die Vorbereitungen für den Kongress der Kritischen Geographie in Tübingen laufen und es gibt noch in einigen Workshops & Sitzungen Platz für Beiträge. Die einzelnen Abstracts finden sich auf der KKG-Homepage, jeweils mit Kontaktdetails der Organisator_innen.

Zudem gibt es zwei Updates bzgl.:

FS 150 Jahre Das Kapital: Soziale Frage, Klassenverhältnisse und Arbeitskämpfe heute (Bernd Belina & Stefanie Hürtgen)

In der Session diskutieren wir, wo und wie die Analyse des vor 150 Jahren erstmals publizierten Hauptwerks von Karl Marx für unsere heutige theoretische und empirische Auseinandersetzung mit der Welt relevant ist. Dabei soll die Perspektive auf „Arbeit“ im Zentrum stehen. Wo und wie helfen uns Kategorien wie konkrete und abstrakte Arbeit, Arbeitskraft und ihre Reproduktion, Wertbestimmung und Verwertung, Gebrauchswert, Ausbeutung und Klassenverhältnisse, der Mensch als gesellschaftliches Naturwesen u.a. dabei, aktuelle Entwicklungen und Zumutungen theoretisch in den Griff zu kriegen? Was haben diese zunächst strukturtheoretischen Bestimmungen aus Das Kapital mit aktuellen sozialen Praxen, vom (widerständigen) Alltagshandeln bis hin zu Arbeitskämpfen, zu tun?
Ziel der Session ist es, in einen Austausch zu Aktualität und Nutzen von Kategorien und systematischen Zusammenhängen, wie sie in Das Kapital entwickelt wurden, zu treten. Wir freuen uns über Vorschläge für 10-minütige Inputs, die empirische, gegenstandsbezogene, zeitdiagnostische und dabei geographische aktuelle Forschungen rund um die Soziale Frage, Klassenverhältnisse und Arbeitskämpfe heute einbringen.
Interessensbekundungen mit Titel und Abstract von 100-250 Worten bitte bis spätesten 20. August 2017 an:
Stefanie Hürtgen <stefanie.huertgen@sbg.ac.at>
Bernd Belina <belina@em.uni-frankfurt.de>

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Kolonialität weißer Geographien (AG Kritische Geographien Globaler Ungleichheiten)

Ein Workshop für gemeinsames Reflektieren alltäglicher Praktiken, Positionierungen und Verwicklungen.
Alle, die Lust darauf haben, sich kritisch mit sich und ihrem Geographie-Machen auseinander zu setzen, sind herzlich eingeladen.

Kontakt:
Tobias Schmitt | tobias.schmitt@uni-hamburg.de

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Workshop Feministische Politik entfällt!

Liebe Leute,

leider müssen wir Euch mitteilen, dass der Vortrag: „Oh When (the) Women Go Marching In…“, am 26.06. nicht stattfinden kann. Eigentlich wollten wir als Ersatz den Stadtrundgang Heidelberg im Nationalsozialismus anbieten, weil dieser aber schon am Sonntag davor, während des festival contre le racisme stattfindet, verweisen wir lieber auf diesen Termin und laden euch alle ganz herzlich dorthin ein.

Also kommt zum Stadtrundgang Heidelberg im Nationalsozialismus am 25.06.2017. Treffen: 17Uhr, am Brunnen auf dem Universitätsplatz.

Veranstaltet von VNN-BdA im Rahmen des festival contre le racisme

Mit dem Semesterprogramm 2017 geht es am 11.07.2017 weiter. Dann wird das Kollektiv Organgotango eine kritische Weiterlesen (externer Link) →

Prekarität im Akademischen Kapitalismus – Strukturen und Widerstandpotenziale

defend ur staff

Unsere Veranstaltungsreihe geht in die dritte Runde und wir bleiben beim Thema Bildung. Diesmal jedoch mit Fokus auf die Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen und Universitäten. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studis und Angestellte im Mittelbau, steht aber für alle Interessierten offen.

Mi 21.06. 18 Uhr, ZEP, Zeppelinstr. 1
Peter Ullrich, Berlin

Die Beschäftigungssituation des nicht-proffesoralen wissenschaftlichen Personals ist hochgradig prekär, die beruflichen Perspektiven sind extrem unsicher und doch sind die >Betroffenen<, die mit Leib und Seele Wissenschaft betreiben (wollen), mit hohem Engagement und Begeisterung forschend und lehrend tätig. Die paradoxe Situation dieser oft als Nachwuchs infantilisierten prekär-mobilen Wissens- Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 24.06.2017: Rund um Rütli – Bildung und Stadtentwicklung

Die Exkursion am 24.06.2017 kreist räumlich wie auch thematisch „Rund um Rütli” Thematisiert wird der Zusammenhang zwischen Bildung und Stadtentwicklung im Neuköllner Reuterkiez. Bildung gilt als Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ist daher besonders in sozial benachteiligten Kiezen mit hohen Erwartungen verbunden. Gleichzeitig spielt das Bildungsangebot eine wichtig Rolle, um den Wegzug alternativer Mittelschichtsfamilien aus Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf zurm Zeitpunkt der Einschulung zu verhindern und Prozesse der sozialen Aufwertung zu stabilisieren.

Ausgehend vom „Campus Rütli” werden die Entstehung des Rütli-Skandals, die Erwartungen an lokale Bildunsgprojekte und ihre Auswirkungen in der Praxis nachverfolgt.

Veranstalter: Kritische Geographie Berlin e.V. und <a target="_blank" Weiterlesen (externer Link) →

Kongress der Kritischen Geographie, Tübingen [29.09. – 01.10.2017]

Call for Participation für den Kongress der Kritischen Geographie in Tübingen vom 29.09. – 01.10.2017.
[Ort: InFö e.V., Mauerstraße 2, 72070 Tübingen]

Der Kongress der Kritischen Geographie (KKG) wird parallel zum Deutschen Kongress für Geographie (DKG, vom 30.09.-05.10.2017) in Tübingen stattfinden.

Mit dem KKG der Kritischen Geographie soll in ihrer Breite eine Plattform geschaffen werden, wo wir uns gemeinsam über die Geographien gesellschaftlicher Macht- und Herrschaftsverhältnisse austauschen können. Der KKG wird die Form einer Fachtagung annehmen, zugleich aber die neoliberalisierten Praxen der exzellenten Universität aufbrechen und diesen eine solidarische Form der Wissenschaft entgegenstellen. Es entstehen deshalb auch keine Teilnahmegebühren.

Wir streben jenseits des KKG Weiterlesen (externer Link) →

Vortrag: Antisemitismus in der Geographie

Antisemitismus, Großstadtfeindlichkeit und reaktionäre Kapitalismuskritik in der deutschsprachigen Geographie vor 1945

01.06.2017 | SFG 1010 | Uni Bremen | Vortrag von Dr. Boris Michel

Die Forschung zur Fachgeschichte der deutschsprachigen Geographie weist eine Leerstelle auf: antisemitisches Denken vor 1945 wird dort im Gegensatz zu nationalistischen und eurozentristischen Perspektiven nicht betrachtet.Welchen Einfluss hatte dieses Denken auf die damalige deutschsprachige Geographie?
Um diese Frage zu beantworten, geht Boris Michel vor allem auf die Rolle und Funktion antisemitischer Elemente in der deutschsprachigen Geographie des Landschaftsparadigmas vor 1945 ein.
Im Zentrum steht die These, dass die antisemitische Figur der Juden als ein Volk ohne Raum Weiterlesen (externer Link) →

Um/Bildungen – Ferdinand Stenglein

Am Mittwoch, 24.05.2017, geht unsere Veranstaltungsreihe des AK Kritische Geographie in die zweite Runde.

Dieses Mal besucht uns Ferdinand Stenglein aus Münster.

Um/Bildungen.
Radikale Pädagogik als revolutionärer Ansatz der Gesellschaftsveränderung

Dazu schreibt Er:

In diesem Workshop wird es darum gehen ausgewählte Ansätze kritischer Bildungstheorie als Elemente einer kritischen Gesellschaftstheorie zu erarbeiten. Wir werden diskutieren, inwiefern und warum Perspektiven, wie sie uns beispielsweise Paulo Freire, Ivan Illich oder bell hooks eröffnen, relevant für grundlegende Veränderungen gesellschaftlicher Verhältnisse sind und welche Konsequenzen diese Perspektiven auf unsere Selbstverständnisse und unser Wirken in und außerhalb der Universität haben können. Der Workshop richtet sich dabei Weiterlesen (externer Link) →