Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Kiezspaziergang am 25.11.:Schöneberg 4.0 – Smart, vernetzt, innovativ & shared: Diese und andere urbane Realitäten und Visionen

  • Samstag, 25.11.2017
  • Zeitpunkt: 13.00 Uhr
  • Treffpunkt: S-Bhf. Julius-Leber-Brücke
  • Veranstalter: NaturFreunde Berlin in Zusammenarbeit mit Kritische Geographie Berlin

Die Digitalisierung wird vielfach in Wissenschaft, Politik und Medien als gesellschaftliche Umbruchssituation dargestellt. Es wird von der vierten industriellen Revolution gesprochen (4.0). Damit Städte wie Berlin im internationalen Wettbewerb um Innovationen bestehen können, werden neben Kreativitäts- auch vermehrt Smart-City-Konzeptionen als zukunftstaugliche (neoliberale)Wachstumsmotoren diskutiert und daraus Elemente zur Förderung einer digitalen Vernetzung in Bereichen Mobilität, Umwelt, Konsum, der Verwaltung erprobt und implementiert. Die Digitalisierung beeinflusst sämtliche Bereiche unseres Alltags, die Wirtschaftsweisen und die Arbeitsorganisation. Auch in Schöneberg tauchen rund um die Digitalisierung neue, vor allem private, Weiterlesen (externer Link) →

Neuerscheinung: suburban-Schwerpunktheft “Stadt der Reproduktion”

Die neue Ausgabe der “suburban” ist online. Schwerpunkt der Ausgabe ist die “Staft der Reproduktion” mit Beiträgen zur Ökonomisierung und Prekarisierung gesellschaftlicher Reproduktion sowie Raumproduktionen von Frauen, MigrantInnen, Queers und rassifizierten Menschen. Darüber hinaus gibt es eine Debatte zum Dolores Haydens Text zur nicht-sexistischen Stadt, Magazinbeiträge, Veranstaltungsberichte und Rezensionen. Wie immer, sind alle Beiträge online frei verfügbar.

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Neuerscheinung: “Krisenproteste in Athen und Frankfurt” von Daniel Mullis

Ganz aktuell ist der Band “Krisenproteste in Athen und Frankfurt. Raumproduktionen der Politik zwischen Hegemonie und Moment” von Daniel Mullis in der Reihe “Raumproduktionen” beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Aufbauend auf die Neuen Philosophien des Politischen von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe sowie Jacques Rancière sowie die Über­legungen zur Produktion des Raumes von Henri Lefebvre untersucht Mullis in Athen den Dezemberaufstand 2008 sowie die Proteste gegen die Verein­barungen mit der Troika ab 2010 bis zur Wahl der ersten SYRIZA-Regierung im Januar 2015 nach und analysiert in Frankfurt am Main die Politiken des Blockupy-Bündnisses zwischen 2012 und 2015.

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Tagung “30 Jahre Antifa in Ostdeutschland” am 1./2. Dezember 2017 in Potsdam

AFA-Ost Tagung Flyer

30 Jahre nach der Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR erschien bereits vor einigen Monaten der Band “Antifa in Ostdeutschland. Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung“. Daran anschließend organisieren AktivistInnen von damals und heute am 1. und 2. Dezember 2017 in Potsdam die Tagung “30 Jahre in Ostdeutschland. Rückblicke, Gegenwart und Diskussion“. Themen der Tagung sind unter anderem Militanz und Repression, der Ost-West-Konflikt in der Antifa-Bewegung, feministische Kämpfe und Neubaugebiete & Nazis. Hier geht es zur Anmeldung für die Tagung.

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Stellungnahme RE: Wendt

Stellungnahme der Verfasser_innen des Offenen Briefes gegen die Vortragseinladung von Rainer Wendt an die Goethe-Universität Frankfurt

Die Stellungnahme mit aktualisierten Informationen und Kontext gibt es hier

30. Oktober 2017

Der für den 26. Oktober 2017 im Rahmen der Vortragsreihe des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam als Eröffnung geplante Vortrag von Rainer Wendt zum „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“ wurde von den Organisator_innen abgesagt. Anders als in einigen Pressedarstellungen behauptet und von der Deutschen Polizeigewerkschaft auf ihrer Website nahegelegt, war die Absage allerdings keine Reaktion auf unseren Offenen Brief. Vielmehr erfolgte die Absage – wie man uns auf Nachfrage mitteilte – im Rahmen einer inhaltlichen Neuausrichtung der gesamten Reihe, die auch zur Absage weiterer geplanter Vorträge geführt hat. Der Vortrag war demnach bereits abgesagt, als wir am Montag unseren Offenen Brief übermittelten. Dass der Vortrag von Rainer Wendt abgesagt wurde, begrüßen wir jedoch mit Nachdruck, denn darin lag das Ziel unserer Initiative.

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Kiezspaziergang am 28.10.2017: Mediaspree Reloaded – Neue Investorenträume, Profitversprechen und Konfliktzonen

Der große Protest um Mediaspree ist fast verstummt. Schrittweise füllen sich am nördlichen Spreeufer die letzten Baulücken, Teile der Mauerreste werden für Luxus-Wohnträume entfernt und die großen Investorenträume werden immer sichtbarer.

Weiter südlich drängen neue Investitionspläne in die Kreuzberger Wohnkieze. Der Google Campus, das Zalando Neubauprojekt auf der Cuvrybrache oder die Firmenzentrale von Deliveroo sind Manifestierungen einer neuen Arbeitswelt, die den Alltag der Stadt zunehmend bestimmt. Während Selbstverwirklichung, Flexibilität und Kreativität in der Industrie 4.0 angepriesen werden, bedeutet sie auf der Kehrseite oft Entgrenzung, Deregulierung und Ausbeutung.
Gleichzeitig gefährdet der Run auf die existierenden Gewerbeflächen in einigen Gewerbehöfen die langjähige Mieterschaft und Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 28.10.2017: Mediaspree – Stadtspaziergang entlang von Investorenträumen, Profitversprechen, Konfliktzonen

Im Zentrum Berlins schließen sich die Baulücken. Zwischengenutzte Freiflächen weichen repräsentativen Büro- und Wohnkomplexen. Akteure proklamieren einen in der Entwicklung sichtbar werdenden Aufschwung. Gleichzeitig regt sich Protest von Anwohner_innen gegen die voranschreitende Veränderung.

Anhand des innerstädtischen, ivestorengesteuerten, urbanen Entwicklungsprojektes „Mediaspree“ sollen Ursachen und Wirkungen aufgezeigt werden. Bei dem Stadtspaziergang durch Teile des 3,7km langen Spreeabschnitts zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sollen Änderungen der gebauten Umwelt erfahrbar gemacht werden. Ziel der Führung soll es sein, politische und ökonomische Hintergründe aufzuzeigen, über Interessenkonflikte zu reden und in einen gemeinsamen Austausch über das Erlebte und Erfahrene zu treten.

Schlagworte: Innerstädtische Entwicklung, Machtstrukturen und Konfliktlinien, Bürger_innenprotest, Zwischennutzung, Weiterlesen (externer Link) →

Herzliche Einladung zum Workshop „Kleine Einführung in die Kritische Geographie“

Hallo ihr da draußen!
Was ist Kritische Geographie überhaupt? Ist nicht jede Wissenschaft kritisch? „Kritisch denken“ hört sich zwar erstmal nach einer guten Sache an, aber was ist damit eigentlich genau gemeint?

Wer Lust hat, sich mit solchen und noch ganz anderen Fragen zu beschäftigen ist nächsten Donnerstagabend herzlich zu unserem Workshop „Kleine Einführung in die Kritische Geographie“ eingeladen! Erstis dürfen sich natürlich besonders willkommen fühlen, aber auch, wenn ihr schon im 18. Semester eingeschrieben seid oder gar nicht an der Uni freuen wir uns über euren Besuch! Auch Nicht-geograph*innen sind natürlich herzlich willkommen. Das Ganze wird in lockerer Atmosphäre mit Getränken stattfinden, keinerlei Vorwissen ist nötig.

Wann? Donnerstag, 26. Oktober um 19.30 Uhr (Dauer: ca. 1,5h)

Wo? Hörsaal des Geographischen Instituts in der Berliner Straße 48
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