Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

“Updates” zur Forschungswerkstatt Kritische Geographie

Der AK Kritische Geographie Halle (Saale) meldet sich mit ein paar
"Updates" zur Forschungswerkstatt Kritische Geographie, die wir
ursprünglich im vergangenen Jahr in Halle realisieren wollten. 
Wir stehen jetzt in neuer und kleinerer Besetzung vor der Frage, ob und 
wie wir eine FoWe 2021 in diesem Jahr stemmen können.

Lust auf Orga?
Wir sind momentan eine aktive Gruppe von fünf Menschen und können die Kapazitäten 
für ein Online - Format alleine nicht aufbringen. Wenn wir etwas auf die Beine 
stellen können, dann nur mit anderen engagierten Menschen zusammen. 
Wenn Interesse besteht, können wir uns vorstellen, die Organisation in
Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Arbeitskreisen aus anderen
Städten gemeinsam zu übernehmen. Falls ihr als Gruppe oder
Einzelpersonen also Lust darauf habt, tretet gerne per Mail (kritgeohalle@riseup.net) 
an uns heran. Sollte tatsächlich eine digitale Forschungswerkstatt stattfinden, 
könnten wir uns auch gemeinsam überlegen, ob diese erst zu einem späteren Zeitpunkt, 
wie zum Beispiel im Herbst oder Ende des Jahres, stattfinden kann.

Keine Lust auf Orga?
Auch wenn ihr keine Lust auf die Organisation habt: 
Besteht bei euch ein Interesse an einer digitalen Forschungswerkstatt 2021? 
Meldet uns gerne eure Ideen und Vorstellungen bis Ende Mai 2021 zurück. 
-> kritgeohalle@riseup.net

Was passiert, wenn kein Mensch mitmacht?
Sollte es keine Interessierten für eine Zusammenarbeit geben, müssen wir 
leider ehrlich mit uns sein und zugeben, dass die Organisation einer digitalen 
Forschungswerkstatt 2021 in der aktuellen Besetzung des AK Kritische Geographie 
Halle (Saale) nicht realisierbar ist. Wir würden in diesem Fall die Verantwortung 
gerne abgeben, sollte der Bedarf nach einer Forschungswerkstatt in diesem Kalenderjahr 
bestehen. Ob für uns alternativ die Planung einer Forschungswerkstatt 2022 im 
Präsenzformat denk- und machbar wäre, können wir derzeit noch nicht sagen. 
Wir freuen uns auf eure Nachrichten mit frischen Gedanken und Anregungen! 

Solidarische Grüße, Der AK Kritische Geographie Halle (Saale)

 

suburban Online-Debatte: Wie weiter mit der Ostdeutschlandforschung?

Ostdeutschland, was genau wird darunter verstanden? Und macht eine eigenständige Ostdeutschlandforschung Sinn? Auch nach 30 Jahren seiner Nutzung bleibt der Begriff Ostdeutschland umstritten. Insbesondere als Raumbezug in der Forschung werden seine Bedeutung, Wirkmächtigkeit, empirischen Nachweisbarkeit, Reproduzierbarkeit und mit ihm verbundene Inhalte vielfach hinterfragt: Wie gerechtfertigt und sinnvoll ist Ostdeutschlandforschung und wie sollte sie aussehen?

In unserem kürzlich erschienenen Heft (suburban Band 8, Heft 3) riefen Matthias Bernt und Andrej Holm zu einer Debatte um das Thema ‚Wohnen‘ in der Ostdeutschlandforschung
auf. Fünf Autor*innen antworteten darauf aus ihren Perspektiven und
erweiterten so den Blick Weiterlesen (externer Link) →

Coronamonitor online

Heute geht coronamonitor-projekt.de – eine Dokumentation gesellschaftlicher Transformation in Zeiten von Corona – online. Seit Mitte März 2020 sammeln Aktive aus dem AK Kritische Geographie, dem AkG-Netzwerk sowie aus dem Umfeld des Institutes für Protest- und Bewegungsforschung Presseberichte zu Ereignissen und Debatten auf einem offene PAD. Entstanden ist die für Deutschland bereits jetzt wohl umfangreichste Sammlung an Daten, Informationen sowie Verweisen auf weiterführende Projekte zu sehr unterschiedlichen Facetten der Corona-Krise. Fortlaufend werden die Quellen der Datensammlungen zudem in einer Zotero-Datenbank bibliographisch aufgearbeitet. Die Sammlung ist ‚work in progress‘ und dient als Infrastruktur für künftige Forschung, die gemeinsame Kontrolle der politischen Antworten auf die Krise sowie für emanzipatorische Bestrebungen. Die generierte Liste ist open source. Mitarbeit ist willkommen, beim Sammeln auf dem PAD oder bei der Redaktion der Seite – schreibt uns coronamonitor@posteo.de.

Link zur Homepage: coronamonitor-projekt.de
Link zum PAD: cryptpad.fr
Link zur Zotero-Datenbank: zotero.org

FoWe 2020: INPUTVORSCHLAG BIS 16.04.2020 MÖGLICH

Verlängerung Call for Participation – Forschungswerkstatt Kritische Geographie
vom 22. – 24.05.2020

Liebe Interessierten, wir möchten euch darauf hinweisen, dass wir den Call for Participation für die diesjährige Forschungswerkstatt im Mai in Halle verlängern. Ihr habt somit noch die Chance bis zum 16.04.2020 eure Ideen, Vorschläge, Filme, etc. einzubringen. Schicke uns einfach eine Email an: kritgeohalle@riseup.net mit deinem Veranstaltungsvorschlag. Wenn du mehrere Sachen anbieten möchtest, ist dies grundsätzlich möglich.

Wir freuen uns auf weitere und zahlreiche Zuschriften.

Liebe Grüße
AK Kritische Geographie Halle

 

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Forschungswerkstatt 22.05.2020 – 24.05.2020 in Halle (Saale)

Call for Participation – Forschungswerkstatt Kritische Geographie vom 22.05. – 24.05.2020 in Halle (Saale)

Vom 22. – 24. Mai 2020 findet die Forschungswerkstatt Kritische Geographie erstmalig in Halle (Saale) statt. Die Forschungswerkstatt ist ein mehrtägiges Veranstaltungsformat für alle, die sich in einem selbstbestimmten Rahmen kritisch mit den Inhalten der Geographie auseinandersetzen möchten. Wir möchten alle Interessierten dazu einladen, das Wochenende der Forschungswerkstatt vom 22. – 24. Mai 2020 mitzugestalten! Dabei richten wir uns nicht nur an Studierende, Promovierende und Wissenschaftler*innen, sondern explizit auch an Neueinsteiger*innen, Aktivist*innen und alle Personen mit Interesse an raumbezogenen Themen. Ziel ist es, für einige Tage einen diskriminierungsfreien, emanzipatorischen und solidarischen Raum zu schaffen, um kritisch zu sein, gemeinsam mit- und voneinander zu lernen und in Austausch zu treten.

Ihr habt Ideen für Workshops, Vorträge, Exkursionen, Open Spaces oder andere Formate? Dann schickt uns euren Vorschlag! Insbesondere begrüßen wir aktivistische,  kreative und partizipative Angebote sowie Beiträge von Studierenden. Die Forschungswerkstatt soll ein Ort des Ausprobierens sein.
Wir haben uns auf die folgenden fünf Themenschwerpunkte festgelegt:  

- Feministische Geographien 

- Sozialräumlicher Wandel  

- Die neue Rechte  

- Political ecology   

- Solidarische Stadt

Wenn euch eines der Themen anspricht oder ihr in eurem Beitrag eine andere Thematik der gesamten Breite der Kritischen Geographie behandeln wollt, schickt uns euren Vorschlag bitte bis zum 29.02.2019 16.04.2020 an kritgeohalle@riseup.net (ca. 150 Wörter). Eure Fragen erreichen uns dort ebenfalls.

Wir freuen uns auf eure Ideen sowie eine spannende und vielfältige Forschungswerkstatt 2020!

Der AK Kritische Geographie Halle
—–
Forschungswerkstatt Kritische Geographie 2020 | 22. – 24. Mai | Halle (Saale)

Kontakt: kritgeohalle@riseup.net

Kiezspaziergang am 26.10.2019: Berliner Pollerlandschaften – Foto-Safari ins Reich der „stummen Polizist*innen“

Wer sich in das Reich der Poller begibt, begegnet
bei genauerer Betrachtung eine bunte Welt wundersamer Gestalten zur Gestaltung
der Ordnung und des Widerstands. Zu dem Ergebnis kommt der Kreuzberger Autor
Hellmut Höge in seiner „Pollerforschung“. Ausgehend von der Beobachtung einer
wundersamen Vermehrung von Pollern im Kreuzberger Straßenraum der späten 1980er
Jahren, erstellte er eine umfangreiche typologisierende Archivierung des ordnungsschaffenden
Straßenmobiliars. Hierunter befinden sich neben den „Staatspollern“ wie den
„stummen Polizisten“ und „Speed-Breakern“, mit denen dem Chaos im urbanen
Straßenraum Einhalt geboten werden sollte, auch Formen von durch Verpollerung
ausgelöste, widerständige Aneignungspraktiken oder künstlerisch mehr oder
weniger wertvolle Ansätze von Hausmeisterpollern.

Unser Kiezspaziergang greift Höges Beobachtungen auf. Wir gehen rund Weiterlesen (externer Link) →

[L]OST IN TRANSFORMATION: Konferenz zu aktuellen Analysen der ostdeutschen Gesellschaft am 4./5.10.19, galerie KUB, Leipzig

Flyerausschnitt der Konferenz LOst in TransformationWas ist eigentlich im Osten los? Hohe Wahlergebnisse der AfD, verbale Übergriffe, gewalttätige Auseinandersetzungen haben insbesondere in Ostdeutschland ständig zugenommen. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung kündigt das bisher stille Einverständnis mit den Regierenden auf und läutet eine neue Phase der Nachwendegeschichte ein. Mit Debatten über „ostdeutsche Lebensleistung“, einen „Gerechtigkeitsfonds“, eine verbindliche Einstellungsquote für Ostdeutsche, aber auch das Sprechen über biographische Brüche haben Deutungen über den Charakter der ostdeutschen Teilgesellschaft 30 Jahre nach dem Mauerfall wieder Hochkonjunktur.

Die Konferenz „Lost in Transformation“ versammelt gegenwärtige Analysen über die Eigenarten Ostdeutschlands. Neben aktuell diskutierten Fragen zum ostdeutschen Wohnungsmarkt, zum Rechtsruck und zur spezifischen ostdeutschen Wirtschaftsweise werden auch die ideologischen Hinterlassenschaften der DDR-Gesellschaft und die Widersprüchlichkeiten der Debatten zu Migration damals und heute beleuchtet.

Hier geht es zum Flyer: LOst-in-Transformation_Flyer

Aktualisierte Informationen zum Programm unter www.engagiertewissenschaften.de

oder auf Facebook

Die Konferenz entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis Kritische Geographie Leipzig und dem Verein für Engagierte Wissenschaft.

E-Mail: ost-konferenz@engagiertewissenschaft.de

 

Kiezspaziergang am 27.7.2019: Enteignen, Besetzen, Kollektivieren – Das zähe Ringen um bezahlbaren Wohnraum

Eine bezahlbare Wohnung in Berlin zu finden, war selten so schwierig wie momentan. Das Grundbedürfnis Wohnen wird als Ware verwaltet – als Mangelware. Viele Menschen zwingt dieser Umstand in eine prekäre Lebenssituation oder zum Umzug an Orte, die nichts mit ihrem bisherigen Leben zu tun haben. Doch es gibt ein Aufbegehren gegen diese Zustände: Praktiken des Enteignens, Besetzens und Kollektivierens erhalten zunehmende Aufmerksamkeit. Auf der einen Seite werden die Mietenproteste radikaler, kreativer, professioneller und formieren sich zunehmend zu einer Massenbewegung. Auf der anderen Seit reagieren Landespolitik und Immobilienunternehmen nur sehr zögerlich – doch langsam scheint Bewegung ins Spiel zu kommen… Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 22.6.2019: Smart-City-Raumproduktionen:Kritische Sichtweisen auf die Digitalisierung in Schöneberg

Die Digitalisierung wird vielfach in Wissenschaft, Politik und Medien als gesellschaftliche Umbruchssituation dargestellt. Sie beeinflusst sämtliche Bereiche unseres Alltags, aber auch die Wirtschaftsweisen und die Arbeitsorganisation in Städten (WebTech Urbanismus). Auch in Schöneberg tauchen rund um die Digitalisierung neue Arbeits- und Wohnformen, “Nachbar*innen” und Akteur*innen auf. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, gerade in einer wachsenden Stadt wie Berlin, in der die räumlichen Ressourcen immer knapper und Konkurrenzsituationen immer augenscheinlicher werden, wer die zukünftige Entwicklung der Städte maßgeblich beeinflusst und bestimmt. Proteste und Konfklikte gegen die “neuen Nachbar*innen” nehmen zu. Konzepte wie Smart City werden genauer in Weiterlesen (externer Link) →