Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Kritische Umweltforschung und Neo-Nationalismus: zwei Workshops in Hamburg

Im Herbst 2016 gibt es zwei interessante Workshops am Geographischen Institut der Universität Hamburg. Beide Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.

Vom 14. bis 16. Oktober 2016 findet der Workshop “Kritische Umweltforschung” statt, der aktuelle Fragen von Mensch-Umwelt-Beziehungen mit Perspektiven einer kritischen Geographie und Sozialwissenschaft verbindet. Es gibt Vorträge unter anderem zu urbaner politischer Geographie, Umweltgerechtigkeit, Demokratie und Natur, postkoloniale politischer Ökologie und Postwachstum.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis “Politische Geographie” lädt das Institut vom 4./5. November 2016 zum Workshop “Neo-Nationalismus und neue Rechte Bewegungen in Deutschland: (K)ein Thema für die Politische Geographie?”. Themen des Workshops sind unter anderem die Zusammenhänge zwischen Austeritätspolitik Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 23.7.2016: Performing Kreuzkölln. Kollektive Interventionen zur Touristifizierung eines Stadtquartiers

Ich bin ein Reisender, kein Tourist! - Diese im Songtitel der Band Oiro beiläufig beschriebene Ablehnung des Tourist*innen-Seins soll der Ausgangspunkt der in diesem Spaziergang unternommenen „Raumerkundung“ sein. In Zeiten stetig wachsender Reisebewegungen stellt sich die Frage, warum niemand Tourist*in sein möchte. Was heißt das überhaupt? Tourist*in-Sein bedeutet aus performanztheoretischer Perspektive, dessen Rolle einzunehmen. Tourismus muss aufführt werden, um soziale Realität zu erlangen. Zentral ist demnach die touristische Praxis, aus der Tourismus und all seine Ablehnung hervorzugehen scheint.

Wir wollen Tourismus in allen verschiedenen Formen und Facetten im Stadtraum performativ aufführen! Es wird dabei ebenso um Selbsterfahrung wie um Fremdwahrnehmung gehen: Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 25.6.2016: Sichtachsen durchkreuzen. Ein Blick hinter die barocken Fassaden der Potsdamer Innenstadt

Hübsch anzusehen ist es ja, dieses Potsdam. Schick gemacht hat es sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten: Gebäude geputzt, Parks gestutzt, und ein Schloss (wiederauf)gebaut hat es sich auch. Stets scheint dabei vor allem der ästhetische Wert im Vordergrund zu stehen: Ob originalgetreue Wiederherstellung von Fassadengestaltungen oder frei gehaltenen (bzw. geschlagenen) Sichtachsen zwischen diversen Gebäuden und städtebaulichen Ensembles – das Auge baut mit.

Doch was passiert eigentlich mit all den Häusern, die angeblich diese Sichtbeziehungen stören, weil sie im Weg stehen oder einfach als zu hässlich erachtet werden? Wohin sollen all die Menschen, die nicht so recht passen ins preußisch-barocke Weiterlesen (externer Link) →

Ein Jahr OXI – Griechenland und wie weiter

FlyerDer AK Kritische Geographie Frankfurt/M. lädt herzlich ein zur Diskussionsveranstaltung “Ein Jahr OXI – Griechenland und wie weiter”.

05. Juli 2016, 18 – 20 Uhr, Café KoZ (Studierendenhaus am Campus Bockenheim, Mertonstraße 26, Frankfurt)

Ein Jahr ist es her, seit die griechische Bevölkerung mit 61,3% ein überwältigendes Votum gegen die Politik der Memoranden setzte und das Referendum mit OXI beantwortete. Es war die Zeit der heißen Verhandlungen mit der Troika um die Bedingungen eines dritten Kreditpaketes für Griechenland. Der Ausgang ist bekannt: Die Linksregierung gab nach und die Bevölkerung musste ein weiteres Paket der Austerität hinnehmen. Seit den Neuwahlen im September ist es hierzulande um die Krise in Griechenland vergleichsweise ruhig geworden; im Fokus stehen nun die so genannte „Flüchtlingskrise“ bzw. die Kämpfe der Migration. Weiterlesen

Forschungswerkstatt Kritische Geographie vom 16. bis 17. Juni 2016 in Leipzig

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Die mittlerweile siebente Forschungswerkstatt Kritische Geographie findet von Donnerstag, dem 16. Juni bis Sonntag, den 19. Juni 2016 in Leipzig-Lindenau statt. Auf dem Programm stehen ein Keynote-Vortrag, Workshops, Exkursionen u.a. zu kollektivem Kartieren, Aktionsforschung, Kritische Didaktik und Lehre, Feministischer Geographie und Kritischer Physischer Geographie. Das komplette Programm und weiter Informationen gibt es hier

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Vortrag: Postkoloniale Geographien

Kaum eine wissenschaftliche Disziplin ist so eng mit dem Kolonialismus verbunden wie die Geographie. Sie diente der Unterdrückung der ehemaligen, deutschen ‚Schutzgebiete‘ durch wissenschaftliche Legitimierungen genauso, wie sie durch das Kartografieren an der Erschließung mitwirkte. Der Verantwortung einer Aufarbeitung des kolonialen Erbes konnte die Geographie bis heute aber nur bruchstückhaft gerecht werden. Zugleich liegen in der postkolonialen Theorie auch Chancen für die geographische Forschung zu Fragen der Umweltgerechtigkeit, Migration und Sozialen Ökologie. Ausgehend von der Kolonialgeschichte der Geographie soll der Bogen zum Themenkomplex postkoloniale Klimapolitik geschlagen werden, um aufzuzeigen, dass die Aufarbeitung der Geschichten in einem unmittelbaren Zusammenhang zu Weiterlesen (externer Link) →