Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Arbeitskampf an der TU Berlin: Aktivierende Befragung zur Unterstützung

Bereits seit einiger Zeit wehren sich DoktorandInnen gegen die Arbeitsbedingungen in der BMBF-Nachwuchsgruppe “Rural Futures” an der Technischen Universität Berlin. Zur Unterstützung der betroffenen DoktorandInnen gibt es jetzt eine aktivierende Befragung, die sich an Promovierende aller Fachrichtungen und Hochschulen richtet. An der Befragung kann sich online beteiligt werden.
Darüber hinaus gibt es in der Wochenzeitung “Jungle World” ein Interview mit einer Doktorandin aus der Nachwuchsgruppe, die gegen die TU Berlin geklagt hat und deren Fall nun vor dem Berliner Arbeitsgericht verhandelt wird. Auf “Labournet TV” gibt es ebenfalls ein Video, das die Hintergründe des Arbeitskampfes bei “Rural Futures” Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 26.11.2016: Mediaspree – Stadtspaziergang entlang von Investorenträumen, Profitversprechen, Konfliktzonen

Im Zentrum Berlins schließen sich die Baulücken. Zwischengenutzte Freiflächen weichen repräsentativen Büro- und Wohnkomplexen. Akteure proklamieren einen in der Entwicklung sichtbar werdenden Aufschwung. Gleichzeitig regt sich Protest von Anwohner_innen gegen die voranschreitende Veränderung.

Anhand des innerstädtischen, ivestorengesteuerten, urbanen Entwicklungsprojektes „Mediaspree“ sollen Ursachen und Wirkungen aufgezeigt werden. Bei dem Stadtspaziergang durch Teile des 3,7km langen Spreeabschnitts zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte sollen Änderungen der gebauten Umwelt erfahrbar gemacht werden. Ziel der Führung soll es sein, politische und ökonomische Hintergründe aufzuzeigen, über Interessenkonflikte zu reden und in einen gemeinsamen Austausch über das Erlebte und Erfahrene zu treten.

Schlagworte: Innerstädtische Entwicklung, Machtstrukturen und Konfliktlinien, Bürger_innenprotest, Zwischennutzung, Weiterlesen (externer Link) →

PRECALL Forschungswerkstatt 2017

PRECALL Forschungswerkstatt Kritische Geographie Bremen 2017

*English version below

Wie bereits auf der Forschungswerkstatt 2016 in Leipzig inoffiziell angekündigt, wird die nächste Forschungswerkstatt Kritische Geographie im Juni 2017 in Bremen stattfinden.
Um Euren unterschiedlichen Erwartungen gerecht zu werden, möchten wir Euch von Anfang an die Möglichkeit geben, Euch an der inhaltlichen Gestaltung der Forschungswerkstatt zu beteiligen.
Bevor wir also im Januar 2016 den offiziellen Call for Participation in die Welt senden, bitten wir Euch mit diesem „Pre-call“ bereits jetzt um Themenschwerpunkte, die Euch für die nächste Forschungswerkstatt wichtig sind.

Bitte sendet uns Eure Ideen und Vorschläge bis zum 01.12.2016 an FoWe17@kritischegeographiebremen.de

Vielen Dank und viele Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 22.10: Schweine-öde!? Städtische Peripherie zwischen Stigmatisierung und Zukunftsversprechen

Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide steht seit den Anfängen der Industrialisierung Berlins („Elektropolis“) bis zum Ende der DDR synonym für Fabriken und Industrieproduktion der Elektrotechnik und metallverarbeitende Industrie. Heute ist Oberschöneweide durch die Folgen der seit 1990 einsetzenden Deindustrialisierung und einer sozialräumlichen Peripherisierung des Stadtteils gekennzeichnet. Große Teile der ehemaligen Industrieareale liegen noch brach bzw. sind von Leerstand gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Wohnungen im Rahmen von Sanierungsförderung modernisiert oder durch Neubauten ergänzt. Die hier entstandenen renovierten Altbauwohnungen können teuer vermietet werden bzw. wurden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Diese städtebauliche Entwicklung der einerseits innenstadtnahen attraktiven Wohnlage und der punktuellen baulichen Aufwertung des Viertels, sowie Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 24.9.2016: Kiezkämpfe und Protestkunst in Kreuzberg – Ein Spaziergang zu Aufwertung, Verdrängung und Widerstand mit Blick auf politische Wandmalereien

Kreuzberg ist seit Jahren Austragungsort unterschiedlichster gesellschaftlicher Konflikte und Kämpfe und steht exemplarisch für die gegenwärtigen Konflikte um Aufwertung und Verdrängung in Berlin. Künstlerische Interventionen im urbanen Raum waren und sind dabei oftmals Ausdruck sowie beliebtes Mittel der Kommunikation von Protest, um politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Stadtraum anzueignen und mitzugestalten. Bis heute sind diese künstlerischen und politischen Aneignungen von Gebäudefassaden zentraler Bestandteil des Erscheinungsbildes des Bezirks und tragen nicht zu Letzt auch zu dessen hippem, kreativem Image bei, welches gerne im Zuge von unternehmerischen Stadtpolitikstrategien vermarktet wird.

Dieser Kiezspaziergang führt zurück in die Anfangszeiten von künstlerischen urbanen Aktivismus im Weiterlesen (externer Link) →

Veranstaltungshinweis: Abgedämmt und dann verdrängt … Verdrängung von MieterInnen durch Energetische Modernisierung am Beispiel Pankow

Podiumsveranstaltung am Mittwoch, dem 21. September 2016 um 19 Uhr bei der “Hellen Panke”

Im Jahr 2013 wurde bei der Mietrechtsreform unter der schwarz-gelben Bundesregierung die Energetische Sanierung als Modernisierungsmaßnahme im § 559 BGB eingeführt. Die Kosten von Modernisierungsmaßnahmen im Wohnraum können und werden in den meisten Fallen zu 11% pro Jahr auf die MieterInnen umgelegt. Diese Modernisierungsumlage ist in § 559 BGB geregelt. Eine Modernisierungsmieterhöhung kann der Vermieter verlangen bei baulichen Veränderungen in der Wohnung, die den Wohnwert (z. B. einen Balkon) erhöhen oder eine nachhaltige Energieeinsparung bewirken. Ob sich die Energieeinsparung für die MieterInnen rechnet, ist egal. Auch nach Weiterlesen (externer Link) →

Kritische Umweltforschung und Neo-Nationalismus: zwei Workshops in Hamburg

Im Herbst 2016 gibt es zwei interessante Workshops am Geographischen Institut der Universität Hamburg. Beide Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.

Vom 14. bis 16. Oktober 2016 findet der Workshop “Kritische Umweltforschung” statt, der aktuelle Fragen von Mensch-Umwelt-Beziehungen mit Perspektiven einer kritischen Geographie und Sozialwissenschaft verbindet. Es gibt Vorträge unter anderem zu urbaner politischer Geographie, Umweltgerechtigkeit, Demokratie und Natur, postkoloniale politischer Ökologie und Postwachstum.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis “Politische Geographie” lädt das Institut vom 4./5. November 2016 zum Workshop “Neo-Nationalismus und neue Rechte Bewegungen in Deutschland: (K)ein Thema für die Politische Geographie?”. Themen des Workshops sind unter anderem die Zusammenhänge zwischen Austeritätspolitik Weiterlesen (externer Link) →

Kiezspaziergang am 23.7.2016: Performing Kreuzkölln. Kollektive Interventionen zur Touristifizierung eines Stadtquartiers

Ich bin ein Reisender, kein Tourist! - Diese im Songtitel der Band Oiro beiläufig beschriebene Ablehnung des Tourist*innen-Seins soll der Ausgangspunkt der in diesem Spaziergang unternommenen „Raumerkundung“ sein. In Zeiten stetig wachsender Reisebewegungen stellt sich die Frage, warum niemand Tourist*in sein möchte. Was heißt das überhaupt? Tourist*in-Sein bedeutet aus performanztheoretischer Perspektive, dessen Rolle einzunehmen. Tourismus muss aufführt werden, um soziale Realität zu erlangen. Zentral ist demnach die touristische Praxis, aus der Tourismus und all seine Ablehnung hervorzugehen scheint.

Wir wollen Tourismus in allen verschiedenen Formen und Facetten im Stadtraum performativ aufführen! Es wird dabei ebenso um Selbsterfahrung wie um Fremdwahrnehmung gehen: Weiterlesen (externer Link) →