Der offene Arbeitskreis Kritische Geographie steht im Zeichen einer Geographie jenseits des nationalstaatlichen Herrschaftsapparates und kapitalistischer Verwertungslogik. Anstatt von Wirtschaftsförderung zu sprechen und mehr oder weniger verdecktem Rassismus und Sexismus einen Raum zu bieten, sprechen wir von Kapitalismuskritik, Antinationalismus und feministischer Geographie. Statt eine Geographie über Andere zu betreiben, wollen wir gemeinsam Geographie mit Menschen machen – insbesondere mit und für diejenigen, denen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Weiterlesen →


Aktuelles aus den AKs

Kiezspaziergang am 22.9.2018: Zwischen Inszenierung und Planungskonflikt – Das Dong Xuan Center als Berlins neue Asiatown

„Diversity“ gilt in der neoliberalen, unternehmerischen Stadt als Ressource für die Stadtentwicklung. In diesem Sinne werden migrantische Ökonomien in Wert gesetzt, um neue touristische Destinationen und Einkaufsmöglichkeiten für kosmopolitische StadtbewohnerInnen zu schaffen. Diese städtischen Inszenierungen orientieren sich an weltweit bekannten Chinatowns, die auch dem Dong Xuan Center in Berlin-Lichtenberg für viele Jahre als Vorbild galten. Mit der Inszenierung als „Asiatown“ stießen die Betreiber des Centers jedoch an geltendes Planungsrecht. Die geplante Entwicklung zur Asiatown steht im Widerspruch zum Flächennutzungsplan des Landes Berlin, in dem das Grundstück des Centers als Gewerbegebiet festlegt ist. Damit ist im Center Einzelhandel und Gastronomie nur Weiterlesen (externer Link) →

Seminar: Lupus Hominis – Feldforschung zum Verhältnis von Menschen und Wölfen

Des Menschen Wolf – mit der Verfremdung der Hobbes‘schen Phrase lädt das Seminar dazu ein, das Verhältnis zwischen den letzten ernstzunehmenden Spitzenprädatoren und der norddeutschen Landbevölkerung zu erkunden.
Im Kontext zunehmender Begegnungen zwischen Mensch und Wolf möchten wir die kleinen und großen Konflikte untersuchen, die auf diesem Feld verhandelt werden. Diese reichen von der Ebene lokaler Betroffenheit, über das Interesse des institutionalisierten Umweltschutzes, bis hin zur Vorstellung davon, was Natur zu sein hat. Da es sich beim Wolf zudem um ein besonders charismatisches Tier handelt, das mit einer Vielfalt kultureller Symbolik belegt ist, werden wir auch hierfür die Augen offen halten.
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Kiezspaziergang: 25.08.2018, 13 Uhr: Die Zukunft der Großwohnsiedlungen/ Marzahn

Nachverdichtung – Abriss – Neubau.

Die Entwicklung von ostdeutschen Großwohnsiedlungen am Beispiel Berlin-Marzahn

Auf der Grundlage eines Wohnungsbauprogramms sind in der gesamten DDR über 170 Großwohnsiedlungen errichtet worden. In diesen Wohngebieten lebten vor allem junge Familien mit Kindern. Seit 1990 sind die Großwohnsiedlungen unter starken Druck geraten. Bis Mitte der 2000er Jahre waren die zentralen Trends Einwohnerverluste, Wohnungsleerstände und demographische Verschiebungen. Heute sind es vor allem der Mangel an bezahlbaren Wohnungen, Neubau und eine zunehmende soziale Segregation die die Diskussionen bestimmen. An verschiedenen Stationen werden für die Siedlung prägende Entwicklungen erklärt und deren Effekte auf die Quartiere anhand von Beispielen erläutert.

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8. International Conference of Critical Geography

Vom 19. bis 23. April 2019 findet in Athen die 8. International Conference of Critical Geography (ICCG) statt. Die Konferenz steht unter dem Motto “In Permanent Crisis? Uneven Development, Everywhere War and Radical Praxis”. Bis zum 30. September 2018 können Vorschläge für Vorträge oder Sessions eingereicht werden. Die Anmeldung für die Konferenz ist ab dem 1. Dezember 2018 möglich. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der Konferenz.

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Neuerscheinung: Austerity Forever?! Die Normalisierung der Austerität in der BRD

Der Band “Austerity Forever?! Die Normalisierung der Austerität in der BRD” von Tino Petzold ist ganz frisch beim Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen. Tino Petzold zieht die Verankerung von Haushaltsdisziplin, Schuldenbremse und Sparwut in der Finanz- und Haushaltspolitik seit den 1970er Jahren nach. Mehr Informationen zum Buch gibt es beim Verlag. Einen Auszug aus dem Band gibt es außerdem online bei der Tageszeitung “neues deutschland

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Veranstaltungshinweis: Wie kommen wir zur Entkriminalisierung von Hausbesetzungen?

Am Ende des Sommers gibt es ein Podium und einen Film zur Geschichte und Gegenwart von Hausbesetzungen in Berlin. Im //about blank am Markgrafendamm 24c diskutieren am Donnerstag, dem 30. August 2018 um 20 Uhr Aktivist*innen von #besetzen mit der Landesvorsitzenden der Berliner LINKEN, Katina Schubert, über einen Umgang mit Hausbesetzungen jenseits der “Berliner Linie”. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es bei der Hellen Panke.

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Neuerscheinung “Gemeinsam die Hände dreckig machen. Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen”

Gemeinsam die Hände dreckig machen

Das Buch “Gemeinsam die Hände dreckig machen. Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen” von Severin Halder ist in diesen Wochen beim transcript Verlag erschienen. Mehr Informationen zum Buch gibt es hier. Das Buch kann auf dreckigehaende.de ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden. Eine Präsentation zum Buch gibt es am Donnerstag, dem 19. Juli 2018 um 19.30 Uhr beim Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld. Im Anschluss an die Präsentation wird der Film “Farming Maputo” gezeigt. Das gesamte Programm ist auf der Webseite des Allmende-Kontors online.

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Neuerscheinung: Dritte Auflage vom “Handbuch Kritische Stadtgeographie”

Beim Verlag Westfälisches Dampfboot in Münster ist vor wenigen Tagen die dritte, überarbeitete und stark erweiterte Auflage des “Handbuchs Kritische Stadtgeographie” erschienen. Das Buch bietet eine grundlegende Einführung in verschiedene Konzepte, Methoden und Handlungsfelder einer Kritischen Stadtgeographie. Wie schon bei den Auflagen zuvor, ist “Kritische Geographie Berlin” auch dieses Mal wieder mit mehreren Beiträgen am Buch beteiligt. Neu ist der Eintrag “Tourismus”, den mehrere Mitglieder von “Kritische Geographie Berlin” gemeinsam verfasst haben. Das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs, das Vorwort zur dritten Auflage und die Möglichkeit zur Bestellung gibt es online beim Verlag.

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Themenabend: Geographische Perspektiven auf die neue Rechte

28.06.2018 | 19 Uhr | Paradox | Vorträge von Dr. Thomas Bürk und Prof. Dr. Horst-Alfred Heinrich

Am Donnerstag, 28.06. (18h) veranstalten wir im Paradox einen Themenabend zu „Geographische Perspektiven auf die Neue Rechte“. Sprechen werden Horst-Alfred Heinrich (Universität Passau) und Thomas Bürk (Universität Bonn). Danach ist natürlich noch viel Zeit zum diskutieren.

Horst-Alfred Heinrich (Universität Passau)
Unzweifelhaft haben weite Teile der Neuen Rechten klare räum-liche Vorstellungen davon, was das Wir und die Anderen betrifft. Letztere werden als Fremde nicht per se aus rassistischen Motiven abgelehnt, doch ist in diesem Teil des politischen Spektrums die Vorstellung Gemeingut, Ausländer Weiterlesen (externer Link) →